Partizipation ("Beteiligung")

Die Grundlage für Partizipation ist die Haltung der Pädagogen, die sich im Handeln am Kind widerspiegelt. Je mehr wir akzeptieren können, dass selbst kleine Kinder ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben, umso leichter fällt es uns, ihnen dies auch im Alltag zuzusprechen.

Das soll nicht heißen, dass Kinder bei uns tun und lassen können was sie wollen. Aber: ihre Meinung zählt, ihre Forderungen werden gehört, ihr Wille wird respektiert und ihre Bedürfnisse geachtet.

Unser Ziel ist es,

         ... Kindern immer mehr Situationen zu bieten, in denen sie selbst bestimmen können,

         ... sie Stück für Stück zu befähigen, eigenverantwortlich zu handeln,

         ... und Möglichkeiten zu finden, in denen die Kinder unser gemeinsames Tun mitbestimmen

         - all das natürlich angepasst an Alter und Fähigkeiten.

 

Konkret bedeutet das, dass wir...

     - alle Themen, die den Gruppenalltag betreffen mit den Kindern in Morgenkreis, Kinderkonferenz oder in Einzel- bzw. Kleingruppengesprächen im Vorfeld kindgerecht besprechen.

     - in einem KiTa-Parlament mit Mitgliedern aus KiGa, Hort, Team, Leitung und Elternbeirat gruppenübergreifende Angelegenheiten miteinander diskutieren wollen. (Start im neuen KiGa-Jahr 2021/22)

     - Regeln gemeinsam mit den Kindern entwickeln, erklären und für sie durchschaubar machen.

     - uns Zeit nehmen, durch genaues Beobachten die Bedürfnisse der Kinder hinter ihren Handlungen, Beschreibungen oder Gefühlsregungen wahrzunehmen.

     - unser Verhalten ankündigen und abwarten, um den Kindern die Möglichkeit zur Reaktion zu geben.

     - individuelle Situationen mit gemeinsamen Aktionen abwechseln, so dass die Kinder lernen können, was es bedeutet in einer Gruppe als Gemeinschaft zu agieren.

     - die Kinder ermutigen, an ihre Fähigkeiten zu glauben und diese an andere weiterzugeben.

     - uns von den Fragen der Kinder leiten lassen.

     - zwar nicht alle Wünsche erfüllen können, den Kindern aber Einsicht in unsere Entscheidungen geben.

     - zum Weitermachen ermuntern, aber ein „Nein.“, „Ich bin fertig.“ oder „Ich bin satt.“ als Schluss akzeptieren.

     - Vorbild sind, indem wir uns gegenseitig mit Respekt begegnen, unterschiedliche Meinungen zulassen und einander an den verschiedenen Prozessen im Haus beteiligen.